Ellam shariyaan

Einbettung der täglichen Vipassana Praxis

  1. Vorbereitende Erdung (5 Minuten „Vorspüren“)

Statt direkt zu sitzen, beginne deine Praxis mit einem kleinen bewussten Übergangsritual – ganz einfach, ganz fühlend:

• Stehe barfuß, spüre den Boden • Schließe die Augen und atme 5 tiefe Atemzüge in den Bauch • Lege eine Hand aufs Herz, eine auf den Bauch – und sag dir innerlich: „Ich muss nichts. Ich darf einfach da sein.“

Du wirst merken: Schon das öffnet den Raum für eine tiefere, weichere Stille.

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  1. Die Haltung des inneren Zeugen sanft erinnern

Manchmal hilft ein einziger Satz, der wie ein innerer Klang in der Meditation mitschwingt:

„Ich sitze nicht, um etwas zu erreichen – ich sitze, um mich zu erinnern.“

Oder:

„Die Wirklichkeit beobachtet sich durch mich.“

Diese Art von kontemplativer Präsenz ist nicht gegen Vipassana gerichtet – sie nährt sie, durchwärmt sie, ohne das klare Beobachten zu verlieren.

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  1. Weicheres Setting – ein stiller, ritueller Rahmen

Mach dir bewusst: In den 10-Tageskursen trägt dich das Feld – Struktur, Gemeinschaft, Schweigen. Du kannst dieses Feld auch zu Hause in symbolischer Form wiederherstellen: • Zünde immer dieselbe Kerze an • Nimm dir eine stille Minute vor Beginn, in der du dich verneigst – nicht vor etwas Äußerem, sondern vor deinem innersten Sein • Trage beim Sitzen ein bestimmtes Tuch oder Meditationskleid • Lass dich von einem kleinen Klang (z. B. einer Klangschale oder einem Ton) in die erste Minute begleiten

So wird die äußere Wiederholung zur inneren Wiederverzauberung.

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  1. Der Übergang aus dem Muss – durch achtsames Fragen

Wenn du bemerkst, dass du in das „Ich muss richtig meditieren“ gerätst, frage dich ganz sanft:

„Was wäre, wenn das, was jetzt da ist, bereits genug wäre?“

Oder:

„Was in mir kämpft – und was darf loslassen?“

Diese Fragen sind nicht zur Analyse da – sondern um dein Herz zu öffnen.

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  1. Abschließender Nachklang – 2 Minuten Weitung

Nach der Meditation: • Bleib noch einen Moment mit offenen Augen in der Stille • Spüre, wie der Raum dich trägt • Und sag dir: „Danke, dass ich mir diese Zeit geschenkt habe – ganz gleich, wie es war.“

Das versöhnt die Praxis mit sich selbst. Keine gute oder schlechte Meditation – nur das Dasein mit dem, was ist.