Ellam shariyaan

Eine kleine Rede zur großen Wahrheit

Am Anfang war das Staunen. Ein Mensch hebt den Blick, fragt: Was ist das alles? Und aus dieser Frage wurden Welten: Formeln und Schriften, Tempel und Labore, Gebete und Gedankenketten.

Die Philosophen sprachen vom Sein. Die Religionen vom Einen. Die Physiker vom Feld. Die Biologen vom Netz des Lebens. Und jede dieser Stimmen, so verschieden ihr Klang, trug die gleiche Bewegung: eine Sehnsucht nach dem Grund.

Wir kartierten die Welt. Teilten sie ein. Bennannten. Erklärten. Doch je tiefer wir drangen, desto mehr zerrann uns das Ganze zwischen den Fingern.

Das Licht war Teilchen und Welle. Der Körper war Form und Fluss. Der Geist kein Ding, sondern Geschehen. Und das Selbst – ein Knoten im Strom des Werdens.

Am Ende – oder vielleicht am Anfang? – steht nicht Wissen, sondern Gegenwärtigkeit. Nicht Besitz, sondern Beziehung. Nicht das Ich, sondern das stille Lauschen.

Und dann, vielleicht, hören wir sie: Die leise, unerklärbare Antwort – wie das Flüstern einer Hand, die allein klatscht.